Der 2. Spieltag der 3. Liga hält in der MTC Arena (Fortunastraße, Wülfrath) direkt ein echtes Highlight bereit: Am kommenden Samstag, den 19. September 2026, empfangen die Handballerinnen des TB Wülfrath um 20:00 Uhr den PSV Recklinghausen zum Duell „Erster gegen Zweiter“. Auch wenn die Tabelle nach nur einem absolvierten Spieltag noch keine allzu große Aussagekraft besitzt, verspricht die Begegnung Brisanz und Hochspannung pur.
Der Blick auf die vergangene Saison verdeutlicht die Schwere der Aufgabe: Der PSV schrammte um mickrige zwei Zähler an der Meisterschaft vorbei und stellte die mit Abstand gefährlichste Offensive der 3. Liga West. Der Wechsel von Ex-PSV-Akteurin Leonie Fagin zum TB Wülfrath schmerzt die Gäste zwar, doch das Team von Trainer Pascal Wix verfügt weiterhin über ein eingespieltes, hochkarätiges Aufgebot. Die Recklinghäuserinnen legten mit einem souveränen 34:27-Heimerfolg gegen den TV Aldekerk bereits einen gelungenen Auftakt hin – laut Presseberichten sogar noch mit deutlicher Luft nach oben.
„Die Stärken der Mannschaft liegen im Tempospiel, dem wurfgewaltigen Rückraum und der Kooperation mit der Kreisläuferin. Wir dürfen also eine echte Spitzenmannschaft in der MTC-Arena erwarten“, blickt Wülfraths Co-Trainer Jörg Büngeler voller Respekt auf den Vizemeister der Vorsaison.
Doch auch der TBW geht nach dem fulminanten 34:23-Auswärtserfolg bei der TSG Leihgestern mit starkem Rückenwind in die Heimpremiere. „Der Erfolg und vor allem die Art und Weise unseres Sieges in Leihgestern haben zu großer Zufriedenheit im Trainerteam wie auch in der Mannschaft geführt“, erklärt Büngeler.
Damit es auch gegen das Schwergewicht aus Recklinghausen mit Punkten klappt, fordert der Co-Trainer höchste Konzentration vom Anpfiff weg: „Wenn wir es schaffen, gleich von Beginn – und nicht erst nach 10 Minuten wie in Leihgestern – so da zu sein in der Abwehr, werden wir die Angriffsaktionen des PSV einschränken können. Was auch bei der Qualität absolut notwendig ist. So werden wir dann auch Chancen auf die einfachen Tore haben. Ein Erfolg wird aber auch von der Abschluss-Qualität im Angriff abhängen, um so die schnellen Gegenstöße des PSV zu verhindern.“
Die Vorbereitung unter der Woche verlief aufgrund beruflicher und krankheitsbedingter Ausfälle nicht ganz reibungslos. Zudem muss Wülfrath weiterhin auf Nele Wagener verzichten, die wegen einer Bänderverletzung zum Zusehen verdammt ist.
Dennoch überwiegt die Vorfreude auf den großen Heimspiel-Samstag, der gemeinsam mit den Herren (treffen zuvor auf im Derby auf Mettmann-Sport) feierlich begangen wird. „Es wird eine richtig schwere Aufgabe, aber wir können nach dem Auftaktsieg mit breiter Brust auftreten. Mit lautstarker Unterstützung von der Tribüne dürfen wir uns durchaus Zählbares ausrechnen“, zeigt sich Büngeler optimistisch.
Das Spitzenspiel wird zudem kostenpflichtig im Livestream auf sporteurope.tv übertragen.