Die Drittligahandballerinnen des TB Wülfrath haben ihren Traum vom ersten Sieg gegen einen Tabellenführer erneut vertagen müssen. Gegen die TSG Mainz-Bretzenheim zeigte das Team von Trainer Jörg Büngeler eine engagierte Vorstellung, musste sich am Ende aber mit 24:27 (12:13) geschlagen geben.
Dabei begann die Partie nahezu perfekt: Aus einer stabilen Abwehr heraus und mit einer glänzend aufgelegten Melanie Schindowski im Tor erspielte sich der TBW eine frühe 3:0-Führung (5.). „Der Start war genau so, wie wir es uns vorgenommen hatten“, lobte Büngeler. Auch in den ersten Minuten danach lief vieles nach Plan. Nach acht Minuten stand es 5:2, ehe Mainz sich besser auf die Wülfrather Angriffe einstellte und in der 13. Minute erstmals ausglich.
„Da haben wir den Spielfaden kurzzeitig verloren“, räumte der Coach ein. Die Gäste nutzten diese Phase zu einem 4:0‑Lauf und gingen erstmals in Führung. Eine Auszeit und personelle Wechsel – unter anderem kamen Johanna Neng und Nadine Hölterhoff – sorgten für den Ausgleich zum 8:8 (19.). Doch Mainz blieb bis zur Pause knapp vorn (12:13).
Auch im zweiten Durchgang blieb die Partie lange offen. Bis zur 43. Minute (17:18) konnte der TBW den Kontakt halten. Eine Zeitstrafe jedoch brachte die Wende zugunsten der Gäste, die diese Phase eiskalt nutzten und sich auf 17:22 (50.) absetzten. „In dieser Phase haben wir zu viele Chancen liegen lassen – darunter ein Siebenmeter und mehrere freie Würfe“, haderte Büngeler. Zwar versuchte Wülfrath mit einer Abwehrumstellung noch einmal gegenzusteuern, doch näher als auf drei Treffer kamen die Gastgeberinnen nicht mehr heran.
„Das ist der Unterschied zu einer Spitzenmannschaft“, sagte Büngeler nachdenklich. „Mainz zieht sein Spiel konsequent durch und gewinnt am Ende verdient. Trotzdem: Wir hatten alle Chancen, selbst zu punkten.“
Trotz der Niederlage bleibt die Situation im Abstiegskampf stabil. Da auch die Konkurrenz auf den hinteren Tabellenplätzen nicht punkten konnte, hat sich die Lage für den TBW sogar leicht verbessert. „Rein rechnerisch sieht es gar nicht so schlecht aus“, so Büngeler. „Aber wir müssen weiter arbeiten, damit wir bald wieder ein Erfolgserlebnis feiern können.“