Starker Auftritt in Erfurt: TBW-Damen feiern 39:29-Auswärtssieg

Mit einer souveränen Leistung hat der TB Wülfrath am Sonntag beim Thüringer HC II zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geholt. Trotz eines personell geschwächten Kaders setzte sich die Mannschaft von Trainer Jörg Büngeler deutlich mit 39:29 durch – und zeigte dabei eine ihrer besten Saisonleistungen.


„Wir sind mit gemischten Gefühlen nach Erfurt gefahren“, erklärte Büngeler nach dem Spiel. „Zum einen war der Kader diesmal sehr eng – Karo Hintz war verhindert, Sina Meyer krank, und Nadine Hölterhoff noch angeschlagen. Zum anderen wussten wir, dass der THC gerne Spielerinnen aus dem Erstligakader einsetzt. Mit Ott und Alarslan kamen gleich zwei davon zum Einsatz.“

Der TBW startete furios in die Partie: Bereits nach vier Minuten führte das Team mit 3:0, ehe der Heimtrainer gezwungen war, die erste Auszeit zu nehmen. „Unsere Idee war, mit einer körperlich aktiven Abwehr die Aktionen von Ott und Alarslan zu unterbinden“, so Büngeler. „Das hat von Anfang an hervorragend funktioniert.“

Angeführt von einer stark aufgelegten Jule Kürten, die mit 11 Treffern beste Werferin des Spiels wurde, und einer agilen Defensive, kontrollierte Wülfrath das Spielgeschehen. Über 5:11 (16. Minute) und 8:15 (21.) wuchs der Vorsprung rasch an. Erst kurz vor der Pause nutzte der THC eine kurze Schwächephase, um den Abstand auf vier Tore zu verkürzen – mit 16:20 ging es in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit fanden die Wülfratherinnen schnell zurück zu ihrem Rhythmus. Besonders über schnelle Gegenstöße sorgte das Team immer wieder für klare Verhältnisse. „Wir wollten die Abwehrpräsenz wieder hochfahren – das ist uns gut gelungen“, lobte Büngeler. „Die Mannschaft hat aggressiv verteidigt, viele Bälle gewonnen und konsequent umgeschaltet.“

Auch eine offensive 7-gegen-6-Taktik der Gastgeber brachte den TBW nicht aus dem Konzept – im Gegenteil: Torhüterin Melanie Schindowski nutzte einen abgefangenen Ball zu einem spektakulären direkten Treffer ins verwaiste Thüringer Tor. Spätestens beim 23:32 (50.) war die Partie entschieden.

Mit dem Erfolg hat Wülfrath einen großen Schritt in Richtung Ligaverbleib gemacht. „Neun Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz – das ist ein komfortables Polster“, betonte Büngeler. „Aber wir bleiben wachsam. Die Liga ist eng, und wir wollen den positiven Trend fortsetzen.

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