Damen verpassen Überraschung gegen 1. FC Köln nur knapp

Die Handballerinnen des TB Wülfrath haben am Wochenende erneut bewiesen, dass sie mit den Topteams der 3. Liga mithalten können. Gegen den Tabellenführer 1. FC Köln mussten sich die Schützlinge von Cheftrainer Jörg Büngeler am Ende denkbar knapp mit 30:31 (16:14) geschlagen geben – trotz einer couragierten Mannschaftsleistung und einer überragenden Jule Kürten, die alleine zwölf Treffer erzielte.

„Wir hatten jetzt schon ein paarmal Spiele gegen einen Tabellenführer, aber auch diesmal hat es nicht gereicht – wobei es sehr knapp war“, bilanzierte Büngeler nach Spielende. Von Beginn an lieferten sich beide Mannschaften einen intensiven Schlagabtausch. Wülfrath übernahm nach kurzer Anlaufzeit durch Treffer von Leonie Lambertz und Tabea Schulte erstmals die Führung (3:2, 9.). Die Abwehrreihen beider Teams standen kompakt, und so blieb das Spiel bis zur Pause völlig offen. Mit einem knappen 16:14-Vorsprung ging der TBW in die Kabine.

Der Start in die zweite Hälfte verlief jedoch unglücklich. „Wir haben den Beginn der zweiten Halbzeit verschlafen und es verpasst, eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Köln auszunutzen“, ärgerte sich der Coach. Statt die Führung auszubauen, musste der TBW den Ausgleich hinnehmen (16:16, 33.). Zwar brachte Kürten die Gastgeberinnen per Siebenmeter noch einmal in Front, doch ein 6:0-Lauf des Tabellenführers ließ die Wülfratherinnen plötzlich deutlich ins Hintertreffen geraten (18:23, 39.).

Trotzdem gab sich der TBW nicht auf. Mit viel Einsatz kämpfte sich das Team wieder heran, verkürzte auf 24:26 (48.) und weckte die Hoffnung auf eine Wende. „Wir haben Charakter gezeigt und das Spiel bis zur letzten Sekunde offen gehalten“, lobte Büngeler. „Leider hat uns am Ende das Quäntchen Glück gefehlt – der Anschlusstreffer kam einfach zu spät.“ Nur 12 Sekunden vor Schluss fiel das 30:31 – zu wenig, um den Favoriten noch ernsthaft zu gefährden.

Neben der treffsicheren Kürten überzeugten auch Lambertz (4), Schulte (4) und Buiting (1). „So eng war es gegen eine Spitzenmannschaft bis jetzt noch nie“, resümierte Büngeler. „Wenn wir diese Art Handball beibehalten und unsere Fehlerquote noch etwas senken, werden wir uns bald auch gegen solche Gegner belohnen.“

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