Der TB Wülfrath hat seine Siegesserie beim MTV Köln beendet – und das auf ärgerliche Weise. Nach sechs Erfolgen in Folge mussten sich die Wülfrather Handballer am Samstag in Köln mit 19:21 (12:9) geschlagen geben. Trotz einer stabilen Abwehrleistung brachte sich das Team von Trainer Leszek Hoft durch eine schwache Chancenverwertung selbst um den verdienten Auswärtserfolg.
„Wir haben uns das Spiel im Angriff einfach selbst kaputt gemacht“, ärgerte sich Hoft nach der Partie. „25 Fehlwürfe sind in dieser Liga eindeutig zu viel – damit kann man kein Spiel gewinnen.“
Tatsächlich erwies sich die offensive Vorstellung des TBW über weite Strecken als zu unpräzise und nervös. Nach einem schnellen 0:1-Führungstreffer fanden die Gäste nie richtig in den Rhythmus und gerieten bald unter Druck. Der MTV Köln nutzte die Wülfrather Fehler konsequent und erspielte sich bis zur Pause einen 12:9-Vorsprung.
Auch im zweiten Durchgang änderte sich das Bild kaum. Zwar kämpfte sich Wülfrath immer wieder heran, doch entscheidende Akzente im Angriff blieben aus. „Unsere Abwehr hat über weite Phasen ordentlich gearbeitet, nur vorne waren wir nicht kaltschnäuzig genug“, analysierte Hoft. Selbst in den letzten Minuten boten sich noch Möglichkeiten zum Ausgleich, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor.
So stand am Ende eine bittere 21:19-Niederlage aus Sicht der Gastgeber auf der Anzeigetafel – eine, die laut Hoft „absolut vermeidbar“ war. Trotz der Enttäuschung blickt der Trainer nach vorn: „Wir dürfen uns von diesem Rückschlag nicht runterziehen lassen. Jetzt gilt die volle Konzentration auf das Derby gegen Mettmann. Dort wollen wir wieder zeigen, was uns stark macht.“