Mit kämpferischer Abwehr in Halbzeit zwei überzeugt

Die Damen des TB Wülfrath haben mit einem beeindruckenden 21:31-Auswärtssieg beim HC Leipzig II ihren ersten Saisonsieg in der 3. Liga Frauen gefeiert und damit ein erstes Ausrufezeichen in der neuen Spielzeit gesetzt.

Der Auftakt in Leipzig begann ausgeglichen – nach couragierten Treffern von Leo Lambertz, Kirsten Buiting und Nele Eckert stand es 1:3 (7.). In der Folge demonstrierte der HC Leipzig II seine individuellen Stärken und nutzte einen 5:0-Lauf zur zwischenzeitlichen 6:3-Führung (11.). Leipzig überzeugte zunächst mit viel Durchsetzungsvermögen, während der TBW-Angriff ins Stocken geriet. Torhüterin Melanie Schindowski hielt die Gäste mit mehreren Paraden – darunter zwei abgewehrte Siebenmeter – im Spiel.

Der Vier-Tore-Rückstand zur Halbzeit (8:12) konnte in ersten Minuten des zweiten Durchgangs kaum verkürzt werden (15:10, 35. Minute). Doch eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Eva Legermann brachte den Wendepunkt: Bis zur 40. Minute glichen die TBW-Damen aus (15:15), und im Anschluss folgte ein überragender 4:0-Lauf bis zum 15:19 (43.). Mit einer kämpferischen Abwehrleistung – geprägt von der jungen Grace Kamdoum, die auf der Halbposition keine erfolgreichen Aktionen mehr zuließ – und schnellen Gegenstößen schuf sich das Team einen entscheidenden Vorsprung. In den letzten sechs Minuten gelangen Wülfrath sogar sieben Tore ohne Gegentor.

Cheftrainer Jörg Büngeler hatte seine Mannschaft nach zwei Auftaktniederlagen an den eigenen Matchplan erinnert: „Wir wissen, woran wir arbeiten müssen und bleiben ruhig. Die Konzepte stehen, die Mannschaft hat das Spiel selbst in der Hand“. Nach dem Spiel zeigte er sich stolz: „Wir haben heute die erwartet intensive Leipziger Mannschaft mit einer starken Abwehrleistung in Halbzeit zwei zermürbt. Entscheidend war, dass alle an sich geglaubt und die taktischen Vorgaben diszipliniert umgesetzt haben.“

Mit dem ersten Saisonsieg dürfte bei den Wülfratherinnen ein großer Stein vom Herzen gefallen sein. Trainer Büngeler gibt die Marschroute vor: „Jetzt gilt es, daran anzuknüpfen, weiter konzentriert zu arbeiten und uns für den Aufwand in jedem Spiel zu belohnen.“ Schon am kommenden Samstag wartet mit Thüringen II das nächste spannende Heimspiel.

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