TBW-Damen zeigen Moral bei Heimpremiere, verpassen aber Happy End

Die Drittliga-Handballerinnen des TB Wülfrath haben ihr erstes Heimspiel der Saison im Rahmen der großen Saisoneröffnung gegen die TSG Leihgestern knapp mit 28:30 verloren. Vor stimmungsvoller Kulisse in der Fliethe präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Jörg Büngeler kämpferisch und steckte nach schwacher erster Hälfte nie auf – am Ende fehlte jedoch das nötige Quäntchen Glück.

Schon in den Anfangsminuten wurde deutlich, warum die Gäste aus Mittelhessen mit viel Selbstvertrauen in die neue Liga gestartet sind. Mit schnellem Umschaltspiel bestrafte Leihgestern die ersten Fehler der TBW-Damen und lag früh mit 2:5 in Führung (8.). Während Amelie Polutta mit zwei Treffern kurzzeitig für den Anschluss sorgte, fehlte den Gastgeberinnen im Positionsangriff häufig die Konsequenz im Abschluss. Immer wieder scheiterte man an der Torhüterin der Gäste oder verfehlte das Ziel. Als die Abwehr gegen Ende der ersten Hälfte an Aggressivität verlor und im Angriff einige technische Fehler hinzukamen, wuchs der Rückstand bis zur Pause auf sechs Tore an (10:16).

Trainer Jörg Büngeler war nach der Partie dennoch nicht unzufrieden mit dem Auftritt: „Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele klare Chancen liegen gelassen. Aber die Art und Weise, wie wir uns nach der Pause zurückgemeldet haben, zeigt, dass in dieser Mannschaft richtig viel steckt.“

In Hälfte zwei offenbarte sich dann die Moral des Teams. Mit einer nun deutlich kompakteren Abwehr schafften es die TBW-Damen, den Rückstand Tor für Tor zu verkürzen. Besonders durch Treffer von Jule Kürten und Nele Eckert schrumpfte der Abstand auf vier Tore (12:16, 33.). Wenig später brandete Jubel auf, als die Gastgeberinnen beim Stand von 18:19 (41.) erstmals wieder am Ausgleich schnupperten.

Doch das Momentum konnte nicht vollständig genutzt werden. Leihgestern hielt dagegen und stellte den Vorsprung wieder auf drei Treffer (22:25, 52.). Noch einmal kämpfte sich das Büngeler-Team heran – unter anderem durch wichtige Tore von Eva Legermann und Tabea Schulte stand es fünf Minuten vor Schluss 24:25. „In dieser Phase hätten wir den Ausgleich unbedingt machen müssen. Dann kippt so ein Spiel auch mal“, erklärte Büngeler.

Wenige Sekunden vor Ende wurde es noch einmal dramatisch. TBW verkürzte durch Legermann auf 27:28, erkämpfte nach eigener Auszeit noch einmal den Ball und hatte in den letzten 20 Sekunden die Chance, den Ausgleich zu erzielen. Doch anstatt des Happy Ends setzten die Gäste mit ihrem letzten Konter den Schlusspunkt zum 28:30.

„Das Ergebnis ist bitter, weil wir nah dran waren und viel investiert haben. Aber die Mannschaft hat ein Gesicht gezeigt, das Mut macht für die nächsten Wochen“, sagte Büngeler nach dem Abpfiff.

Mit insgesamt acht Toren war Nele Eckert treffsicherste Spielerin der Partie, dicht gefolgt von Eva Legermann (7) und Amelie Polutta (5). Trotz der Niederlage blickt der TBW-Coach optimistisch Richtung Leipzig, wo die Wülfratherinnen am kommenden Samstag antreten müssen: „Wenn wir an die zweite Halbzeit anknüpfen, haben wir dort alle Chancen. Wichtig ist, dass wir die positive Energie mitnehmen.“

Aktuelle News